Archiv der Kategorie 'Sexismus/Homophobie'

Internationaler Frauentag in SFA: Radio Flora berichtet!

Das Internetradio „Radio Flora“ wird heute, am Mittwoch von 18-19 Uhr mit dem Thema: „Internat. Frauentag in SFA und bei ver.di: Soziales, Discounter verbieten Rote Rosen, kreativ-politische sportlich-lustige Frauenwochen im ver.di-Bildungszentrum Walsrode“ auf Sendung gehen. Wie immer gibt es auch passende Musik dazu, es lohnt sich also reinzuhören! Aaber auch alle, die heute keine Zeit haben, kriegen am Freitag, dem 11.3. erneut die Chance dazu. Da wird zwischen 11 und 12 Uhr die Wiederholung ausgestrahlt!
Also, auf geht’s zu Radio Flora!

Die neue Rechte

Nun ist es amtlich: Am vergangenen Wochenende stimmten auch die Mitglieder der DVU mit einer offensichtlich eindeutigen Mehrheit für ihre Auflösung und die Bildung einer neuen „vereinten Rechten“ mit der NPD. Auch wenn offensichtlich keine große Gefahr besteht, dass Neonazis bald in weiteren Parlamenten zu finden sind, halten wir es für wichtig zum Einen darauf hinzuweisen, dass Nazis keineswegs eine Randerscheinung sind und ihre Präsenz nicht kleinzureden ist. Auch wenn Rieger, der größte Geldgeber der NPD, nun schon seit geraumer Zeit tot ist und die Faschisten damit immer mehr in ihren finanziellen Untergang laufen, gibt es weiterhin Regionen, in denen Rassisten den Alltag bestimmen. Oftmals geht mensch davon aus, dass so etwas nur im Osten anzutreffen ist, Leipzig, Dresden etc. Aber wir verweisen an dieser Stelle nur auf Tostedt, wo der „größte Szeneladen Norddeutschlands“ angesiedelt ist und der „Nationale Widerstand Tostedt“ tagtäglich offen seine Aktionen abhält, linke oder alternative Jugendliche verprügelt „bis das Blut kommt“. Auch in Ratzeburg erklären Neonazis den Marktplatz beispielsweise für eine „national befreite Zone“.
Rassismus, Sexismus, Homophobie, Militarismus, Antisemitismus – Merkmale, die oftmals nur dem politisch rechten Rand zugesprochen werden. Ganz fein werden hierbei die gesellschaftlich akzeptierten, etablierten Parteien vorne weg gelassen. Brauner Dreck wurde schon immer von Konservativen und auch von Sozialdemokraten propagiert. Und die Bevölkerung sprang immer wieder darauf an, zuletzt bemerkbar an der unglaublichen Resonanz des Rassistenbuches Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“.
Auch wenn von der „neuen Rechten“ keine größere Gefahr ausgeht als wir es sowieso schon gewohnt sind, muss es weiterhin Standard in der aufgeklärten Gesellschaft bleiben, rechte Strukturen offenzulegen und zu vernichten. Erkannt wird hierbei leider nur selten, dass der Kampf gegen Nazis auch fast zwangsläufig mit dem Kampf gegen Kapitalismus und seine soziale Ungerechtigkeit einhergeht und parallel geführt werden muss. Sicher ist es möglich, ein Nazigegner zu sein, aber sich dennoch im Kapitalismus wohlzufühlen. Das Problem wird damit allerdings nicht beseitigt, sondern maximal aufgeschoben.
Wir rufen daher dazu auf, Nazis offensiv entgegenzutreten! Kapitalismus kaputt machen!