Archiv der Kategorie 'Pazifismus'

Pinker Panzer

In der Nacht zum Frei­tag wurde dem Pan­zer, der in Muns­ter vor dem vor allem bei Kriegs­freun­dIn­nen und Nazis be­lieb­ten Deut­schen Pan­zer­mu­se­ums steht, ein neuer ro­sa­far­be­ner An­strich ver­passt. Zudem wurde das Haupt­ge­bäu­de mit Farb­beu­teln ver­ziert [Quel­le]. Was das Mu­se­um unter einer »kri­ti­schen und mo­der­nen Aus­ein­an­der­set­zung« mit der deut­schen Mi­li­tär­ge­schich­te ver­steht, zeigt der wis­sen­schaft­li­che Lei­ter des Mu­se­um in einem Pro­mo­ti­on­vi­deo. Kri­ti­scher kann mensch nun wirk­lich nicht sein…
Das Deut­sche Pan­zer­mu­se­um Muns­ter (DPM) ist üb­ri­gens eine ge­mein­sa­me Ein­rich­tung des Aus­bil­dungs­zen­trums Muns­ter der Bun­des­wehr und der Stadt Muns­ter. Die nie­der­säch­si­sche Stadt ent­wi­ckel­te sich ab 1990 zur größ­ten Gar­ni­son der Bun­des­wehr. Unter an­de­rem sind hier große Teile der 1. Pan­zer­di­vi­si­on sta­tio­niert, deren Stab nach den ak­tu­el­len Plä­nen des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums im Jahr 2014 von Han­no­ver nach Ol­den­burg ver­legt wer­den soll.

abgeschrieben von regentied.blogsport.de

Bundeswehr raus aus den Schulen! #2

Nachfolgend der Brief unserer Basisgruppe, den wir an die Schulleitungen der weiterführenden Schulen im Heidekreis versenden werden:
Liebe Schulleitungen des Heidekreises!

Wir, die Linksjugend [’solid] Soltau, wenden uns mit diesem Brief, wie in unserer Pressemitteilung vom 10.11 angekündigt, nun direkt an Sie und ihr Demokratieverständnis.
In den letzten Jahren, insbesondere seit der Bundeswehrreform, ist es nicht nur im Heidekreis, sondern bundesweit, vermehrt dazu gekommen, dass weiterführende Schulen zu einigen ihrer Veranstaltungen die Bundeswehr und ihre Jugendoffiziere einladen. So geschieht es an Soltauer Schulen zu den Berufsinformationstagen jedes Jahr – zuletzt Mitte November bei der Berufsbildungsmesse in der BBS.
Wir, als linker und antimilitaristischer Jugendverband, sind gegen diese Bundeswehrbesuche!
Nicht nur der Beutelsbacher Konsens, der solche Besuche klar und deutlich untersagt, sondern auch unser Verständnis einer demokratischen, gerechten und friedlichen Welt lassen uns daran zweifeln, dass diese Besuche legitim sind.
Fakt ist, dass die Bundeswehr, entgegen den Darstellungen bei solchen Besuchen, kein normaler Arbeitgeber ist. Deutsche Soldat_Innen führen in Afghanistan Krieg und setzen nicht nur vor Somalia mit Waffenpräsenz die Interessen kapitalistischer Großkonzerne durch. Armeen sind dazu da, Menschen darauf vorzubereiten, in ihrem Leben zu töten und für ihr Vaterland oder sonst irgendein Konstrukt zu sterben. Dabei geht es keineswegs um Demokratie, wie es im Irak, in Afghanistan und in Libyen behauptet wurde und wird, sondern es geht um nationale, ökonomische und geostrategische Interessen, wie es sogar unser ehemaliger Bundespräsident Horst Köhler zugegeben hat! Dass Deutschland sich nun „nur“ in Afghanistan „engagiert“, hängt vor allem mit Wahlkampftaktik zusammen – nicht aber mit antimilitaristischen Überzeugungen.
Ganz im Gegenteil: Deutschland ist bei Rüstungsexporten ganz vorne mit dabei und scheut sich auch nicht, seine modernen Waffen in Länder zu schicken, deren Haltung zu Menschenrechtsfragen international äußerst umstritten ist. So gingen vor einigen Monaten mehrere Waffen und Panzer an Saudi-Arabien, einen Staat, der mitten im Arabischen Frühling geholfen hat, die Aufstände in Bahrain blutig niederzuschlagen.
„Der Illusion, die uns die führenden Politiker_Innen jeglicher Couleur immer wieder aufzwängen, es ginge ihnen in Afghanistan oder in anderen Kriegsgebieten nur um Frieden, Demokratie und Frauenrechte, muss insbesondere an den Schulen entgegengetreten werden. Die Schule und sonstige Bildungsinstitutionen bieten keinen Platz für kriegsverherrlichende Rhetorik der Jugendoffiziere, sondern sollen Platz einer kritischen Erziehung und Bildung sein.“, sagt der für Antimilitarismus zuständige Landessprecher der Linksjugend [’solid] Niedersachsen, Lennart Onken. Statt diese Besuche also zuzulassen, sollten wir uns bemühen, den Sinn hinter den von imperialistischen Großmächten geführten Kriege zu hinterfragen. Es sollte deutlich werden, dass Frieden nicht herbeizubomben ist. Es sollte deutlich werden, dass eine befreite Gesellschaft nicht mit Aufrüstung und Militarismus zu erreichen ist. Und es sollte deutlich werden, dass Menschen weder für ein Vaterland noch für den Kapitalismus in den Tod geschickt werden dürfen.
Darum bitten wir Sie von zukünftigen Einladungen der Bundeswehr und ihrer Vertreter_Innen abzusehen und für ein Schulklima zu sorgen, dass emanzipatorischen Ansprüchen gerecht wird.
Darüber hinaus würden wir uns sehr freuen, wenn wir gemeinsam eine Diskussionsrunde organisieren könnten, damit wir die Vorgehensweise demokratisch und transparent auch der Öffentlichkeit zugänglich machen können.

Linksjugend [’solid] Soltau

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PM: Bundeswehr raus aus den Schulen – Kein Werben für’s Sterben!

Pressemitteilung der Linksjugend [’solid] Soltau

Bundeswehr raus aus den Schulen – Kein Werben für’s Sterben

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne der Linksjugend [’solid] zum Thema „Bundeswehr raus aus den Schulen!“, deren Beginn am Donnerstag, dem 10.11., war, kam es auch vor dem Gymnasium Soltau zu einer kleinen Aktion der örtlichen Basisgruppe. Mitglieder der Linksjugend Soltau entrollten vor dem Schulgebäude ein Transparent mit der Aufschrift: „Bundeswehr raus aus den Schulen! Kein Werben für’s Sterben!“ und verteilten Flyer an Interessierte.
Wenn das Gymnasium Soltau Berufsinformationstage durchführt, ist auch die Bundeswehr mit ihren Jugendoffizieren immer gern gesehener Gast. Dabei versucht sie immer wieder sich als normalen Arbeitgeber zu profilieren und die Schüler_Innen für ihr „Engagement“ im Ausland zu begeistern.
Doch die Bundeswehr ist keinesfalls ein normaler Arbeitgeber. Sie ist in verschiedenen Teilen der Welt aktiv um die Interessen einer kleinen, wirtschaftlich dominanten Schicht durchzusetzen. Wenn deutsche Soldat_Innen in Afghanistan also Krieg führen, soll damit entgegen allen Behauptungen kein Frieden erlangt werden, sondern lediglich die Profitinteressen der großen Konzerne gesichert werden.
Wir wehren uns gegen die Vereinnahmung der Schüler_Innen durch eine militaristische Politik. Wir kämpfen gegen Rüstungskonzerne und die Bundeswehr, denn Frieden kann nicht herbeigebombt werden!
Aus diesem Grund werden wir uns auch schriftlich noch an alle Schulleitungen der Stadt Soltau wenden und ihnen ausführlich die Gründe darlegen, weswegen auf eine Einladung der Bundeswehr zu solchen Berufsinformationstagen verzichtet werden sollte.

Bundeswehr raus aus den Schulen!

Die Kampagne „Bundeswehr raus aus den Schulen!“ der Linksjugend [’solid] ist nun gestartet. Darüber hinaus hat die LMV des niedersächsischen Landesverbandes am vergangenen Wochenende das Thema als einen Hauptaspekt des zukünftigen LandessprecherInnenrates gemacht.
Mit der Kampagne will die Linksjugend die Werbeoffensive der Bundeswehr an Schulen und anderen staatlichen Institutionen stoppen.
Die Bundeswehr sucht nach Legitimation. Mit Hilfe ihrer Jugendoffiziere sprechen sie nun gezielt Jugendliche in den Schulen an und versuchen dadurch nicht nur mehr Akzeptanz für den Afghanistankrieg zu finden, sondern ebenso die Jugendlichen für Krieg, Gewalt und Militarismus zu begeistern.
Um dem Werbefeldzug der Bundeswehr und der damit verbundenen Kriegsverherrlichung etwas entgegenzusetzen, wurde die eingangs erwähnte Kampagne gegründet. Das dazugehörige Material ist auch in unserer Basisgruppe erhältlich, dafür meldet Euch einfach bei uns!
Kein Werben für’s Sterben!
http://www.bundeswehr-raus.de/

Am Wochenende nach Buchholz und Hannover!

Raven gegen Militarismus +++ Kundgebung gegen Nazigewalt
Freitag, 8.7.2011 17 Uhr HCC Hannover
Keine Feier mit der 1. Panzerdivision!
Am Freitag präsentieren sich die Kriegstreiber_Innen wieder einmal öffentlich, um den mordenden Soldaten in Afghanistan ihre volle Unterstützung zuzusichern. Die ausrichtende 1. Panzerdivision ist Leitdivision im besetzten Kosovo und mit über 5.000 Soldat_Innen dort vertreten.
Gleichzeitig steht diese „Feier“ natürlich auch vor dem Hintergrund der rund 200 Panzer des Typs „Leopard“, die „unsere“ Bundesregierung und die Rüstungsindustrie ins feudale Saudi-Arabien exportieren will. Das ist der deutsche Beitrag zum arabischen Frühling!
Aber wir werden nicht zuschauen, wie Vertreter_Innen aus Politik, Wirtschaft und Militär sich für ihre geostrategischen und von Profitmaximierung durchsetzten Interessen feiern lassen, während weiterhin Menschen in Afghanistan der NATO-Intervention zum Opfer fallen. Wir wissen, dass sie Blut an ihren Händen haben und werden ihnen die Feier aus diesem Grund versauen!
Zum offiziellen Aufruf des AMAK

Samstag, 9.7.2011 11 Uhr Rathauspark Buchholz
Faschist_Innen zerschlagen!
Unsere Genoss_Innen der ’solid Buchholz haben in Buchholz eine antifaschistische Kundgebung angemeldet. Ende Juni griff der Neonazi Fabian Rath einen Kommunalwahlkandidaten der Partei DIE LINKE an und verletzte ihn. Bald darauf griffen drei unbekannte Nazis einen weiteren Jugendlichen an. Offenbar wollen die Nazis nun in Buchholz Fuß fassen.
Diesen Raum werden wir ihnen aber nicht geben, sondern direkt mit einer Kundgebung reagieren und antifaschistische Präsenz zeigen. Den Nazis muss offensiv entgegengetreten werden!
Aufruf der Antifa LG/UE

Bundesweit gegen Krieg auf die Straße!

Am kommenden Sonntag werden bundesweit Aktionen gegen die Verlängerung des Afgahnistaneinsatzes stattfinden. In Berlin, Hamburg und Köln sowie in Stuttgart, Duisburg, Essen und Bonn wird es zu Demonstrationen und Kundgebungen kommen, organisiert von den Verbänden der Partei DIE LINKE und verschiedenen anderen antifaschistischen Organisationen! In diesem Sinne veröffentlichen wir ein Interview mit der Antifaschistischen Linken Berlin zu diesem dezentralen Aktionstag gegen die Mandatsverlängerung:
Proteste in mehreren Städten gegen Besatzung Afghanistans. Ein Gespräch mit Paula Weber

Paula Weber ist Sprecherin der ­Antifaschistischen Linken Berlin

Am Sonnabend findet ein bundesweiter Aktionstag gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan statt. Was ist in Berlin geplant?
In Berlin wird es ab 15 Uhr eine Demonstration in Neukölln unter dem Motto »Bundeswehr und NATO raus aus Afghanistan – Gemeinsam gegen Krieg, Besatzung und Rassismus« geben. Ein Bündnis aus Friedensbewegung, Antifa-Gruppen, kommunistischen Organisationen und der Linkspartei Neukölln bereitet diese Demonstration vor. Bundesweit hat das »Antimilitaristische und antifaschistische Aktionsbündnis« zu dezentralen Protesten aufgerufen. Es wird außer in Berlin unter anderem in Hamburg, Stuttgart, Köln, Essen, Bonn und Duisburg Aktionen geben.
Befürworter der Besatzung begründen diese meist mit humanitären Gründen. Vor allem die Gleichberechtigung von Frauen habe sich verbessert, heißt es. Wie bewerten Sie die Situation in Afghanistan?
Die Situation für die Mehrheit der Frauen hat sich auch nach neun Jahren Besatzung nicht wesentlich geändert. Die NATO ist zudem mit den Warlords der Nordallianz verbündet, die ähnlich frauenverachtend wie die Taliban sind. Frauenorganisationen wie die RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan) setzen sich dementsprechend für einen sofortigen Abzug aller ausländischen Truppen ein. Insgesamt ist die soziale Lage in Afghanistan verheerend. Arbeitslosigkeit und Armut haben zugenommen. Gerade wegen der miserablen Lebensbedingungen wächst der Widerstand gegen die NATO-Besatzer in Afghanistan.
Wie wollen Sie dem vom Gros der etablierten Politik propagierten Einsatz der Bundeswehr für den Frieden entgegenwirken?
Daß sich immer noch eine Mehrheit der Bevölkerung in Umfragen gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan ausspricht, macht deutlich, daß die Lügen vom »Friedenseinsatz« von vielen Menschen hierzulande nicht geteilt werden. Um Positionen gegen den Krieg in die Öffentlichkeit zu tragen und gegen die Kriegspropaganda von den bürgerlichen Parteien und Medien aktiv zu werden, gibt es viele Möglichkeiten und Anlässe. Appelle allein reichen dabei sicher nicht aus. Demonstrationen, Sabotageaktionen gegen die Bundeswehr, Blockaden gegen Gelöbnisse und andere Militärspektakel, und vieles andere ist nötig, um den Widerstand gegen die deutsche Kriegspolitik zu stärken und deutlich zu machen, daß die Kriege der imperialistischen Staaten für kapitalistische Profitinteressen geführt werden.
Obwohl eine satte Mehrheit der Bevölkerung gegen den Bundeswehreinsatz ist, gelingt es nur in geringem Maß, die Menschen zu Protesten zu bewegen. Warum?
Das stimmt leider. Während bei Anti­castorprotesten und gegen »Stuttgart 21« Tausende auf die Straße gehen, ist die Antikriegsbewegung zurzeit relativ schwach. Gerade deshalb ist es notwendig, sich mit dem Thema Krieg intensiver zu befassen. Innerhalb der Antifabewegung fehlt bei einigen die Bereitschaft, gegen die imperialistischen Kriege der NATO und der BRD aktiv zu werden. Zu bestimmten Anlässen, wie dem NATO-Gipfel 2009 in Strasbourg, gelingt es allerdings, größere Massen zu mobilisieren. Die Mobilisierungsfähigkeit von größeren Bevölkerungsteilen ist aber momentan nicht nur beim Thema Krieg schwach. Auch die Krisenproteste konnten nicht größere Teile der von den Kürzungen Betroffenen auf die Straße bringen.Aber obwohl bestimmte Bewegungen gerade eher klein sind, müssen wir uns an deren Verbreiterung und Stärkung beteiligen, um zukünftig wieder mehr Schlagkraft zu gewinnen und vor allem auch, um langfristig antimilitaristische und antikapitalistische Positionen stärker zu verankern.
Die Bundeswehr tritt zunehmend an Schulen und Jobcentern auf, um dort Nachwuchs zu rekrutieren. Was ist gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft zu tun?
Es haben sich in Berlin und bundesweit verschiedene Zusammenschlüsse gebildet, um die die Bundeswehr aus Schulen und Jobcentern zu vertreiben. Die Initiative »Bundeswehr wegtreten!« und auch die Kampagne »kehrt marsch« setzen auf kreative Proteste, um den Werbefeldzug der Bundeswehr zu stoppen.

Weitere Informationen unter www.3a.blogsport.de, www.bundeswehr-wegtreten.org und www.antifa.de