Beiträge von Administrator

Freitag

Letzte Infos für Freitag:
Die Demo vom BHF Dorfmark ist angemeldet und startet um 13 Uhr.
Es wird eine gemeinsame Anreise per Bahn aus Soltau geben. Dafür treffen sich alle Genoss_Innen, Interessierte und Antifaschist_Innen um 12:40 Uhr am Bahnhof in Soltau.
Auf die Strasze gegen Rassisten und Antisemiten!

„Keine Räume für Rassisten, Ludendorffer auflösen!“

Seit etwa 35 Jahren tagt der „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorffer) e.V.“ in Dorfmark (Bad Fallingbostel) über Ostern. Mit Volkstanz und Vorträgen wird Kindern bis SeniorInnen Rassismus gelehrt. Bekannte Nazis sind immer wieder dabei. Mathilde Ludendorff, selbsternannte Philosophin und Frau des Hitler-Putsch- Gefährten von 1923, General Erich Ludendorff, teilt in ihrer Lehre die Menschen in „Licht- und Schacht rassen“. Die nordischen „Lichtrassen“ seien dem Göttlichen nahe, die „Schachtrassen“ aber unvollkommen und sündhaft. Die einen seien von Natur aus zum Herrschen,die anderen zum Dienen geschaffen. „Blutsmischung“ führe zum „Volkstod“. Deutsche Kinder würden durch eine „verjudete christliche Erziehung“ geschädigt.

Die einen tagen, die anderen morden

Bei der NPD wird unter dem Schlagwort „Volk“ die Sichtweise von Ludendorff aufgegriffen. Aus dieser rassistischen Ideologie heraus wurde auch in den letzten Jahren gemordet. Ostern 2010 wurden Journalisten von Ludendorffern tätlich angegriffen weil sie auf der Straße den prominenten Altnazis Hajo Herrmann fotografi eren wollten. Der Weltanschauungsbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Hannover, Pastor Jürgen Schnare, nennt die völkischen, antisemitischen und antichristlichen Ludendorffer „eine Gefahr für die Demokratie“.
Der Protest am Karfreitag 2011 wurde durch Straßensperrung und viel Polizei eingeengt. Der Staatsschutz hatte hunderte „gewaltbereite“ Nazigegner angekündigt – was erwiesenermaßen nicht stimmte. Wir protestieren wieder gegen die Rassisten-Tagung.
Nie wieder weggucken – Rassisten nicht verharmlosen

Karfreitag 6.4.12|13.00 Uhr|Protest vorm Deutschen Haus

Pinker Panzer

In der Nacht zum Frei­tag wurde dem Pan­zer, der in Muns­ter vor dem vor allem bei Kriegs­freun­dIn­nen und Nazis be­lieb­ten Deut­schen Pan­zer­mu­se­ums steht, ein neuer ro­sa­far­be­ner An­strich ver­passt. Zudem wurde das Haupt­ge­bäu­de mit Farb­beu­teln ver­ziert [Quel­le]. Was das Mu­se­um unter einer »kri­ti­schen und mo­der­nen Aus­ein­an­der­set­zung« mit der deut­schen Mi­li­tär­ge­schich­te ver­steht, zeigt der wis­sen­schaft­li­che Lei­ter des Mu­se­um in einem Pro­mo­ti­on­vi­deo. Kri­ti­scher kann mensch nun wirk­lich nicht sein…
Das Deut­sche Pan­zer­mu­se­um Muns­ter (DPM) ist üb­ri­gens eine ge­mein­sa­me Ein­rich­tung des Aus­bil­dungs­zen­trums Muns­ter der Bun­des­wehr und der Stadt Muns­ter. Die nie­der­säch­si­sche Stadt ent­wi­ckel­te sich ab 1990 zur größ­ten Gar­ni­son der Bun­des­wehr. Unter an­de­rem sind hier große Teile der 1. Pan­zer­di­vi­si­on sta­tio­niert, deren Stab nach den ak­tu­el­len Plä­nen des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums im Jahr 2014 von Han­no­ver nach Ol­den­burg ver­legt wer­den soll.

abgeschrieben von regentied.blogsport.de

Internationales Jugendworkcamp Bergen-Belsen – Jetzt anmelden!

Wir dokumentieren:
[Internationales Jugendworkcamp] mit Jugendlichen aus 9 Ländern. Wir pflegen bauliche Reste, gestalten den Erinnerungsweg zu den ehemaligen Lagern, sprechen mit Überlebenden der Nazi-Verfolgung, mit heute von Asylpolitik Betroffenen und mit Neonazi-Gegner_innen. Wir arbeiten im Archiv, mit Werkzeug und Kamera und machen Musik. Die Umgebung von Bergen-Belsen mit dem größten, von den Nazis angelegten, Truppenübungsplatz und Nazis heute werden ebenso Thema sein wie die Geschichte von Bergen-Belsen. Du kannst in der Atmosphäre des alternativen „Bunten Hauses Celle“ mit Flüchtlingen über ihre Erfahrungen sprechen und Transparente malen.
Wenn du mindestens 15 – 26 Jahre alt bist, kannst du dich allein oder mit mehreren zum Workcamp anmelden. Das Internationale Jugendworkcamp ist ein gemeinsames Angebot christlicher und gewerkschaftlicher Jugendverbände.

Termin: 26.3. – 5. April 2012
Ort: Anne Frank Haus Oldau, Gedenkstätte Bergen Belsen, Buntes Haus Celle
Teilnahmebetrag: 90,- €
Infos und Anmeldung bei: DGB-Jugend Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt

Oops, we did it again!

Der Trauermarsch in Dresden scheint endgültig vorbei zu sein:
Nachdem die Nazis am 13.2 erneut durch tausende Antifaschist_Innen gezwungen wurden eine deutlich kürzere Route als geplant zu laufen und de facto blockiert wurden, trauten sie sich vergangenen Samstag nicht mehr nach Dresden zu ihrem Großaufmarsch.
Dennoch strömten 10.000 Antifaschist_Innen aus ganz Deutschland, Nachbarländern und Soltau nach Dresden, um diesen Erfolg zu feiern und gleichzeitig gegen „sächsische Verhältnisse“ zu demonstrieren. Im Vorfeld der Proteste kam es erneut zu großer Repression und Aushöhlung des demokratischen Rechtsstaates – so wurde beispielsweise ein Blockierer des letzten Jahres verurteilt, weil Nazis „eine schützenswerte Minderheit“ seien. Darüber hinaus wurde die Immunität einiger Land- und Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE aufgehoben. Die Intention der Staatsbehördern ist offensichtlich: Linke Gegendemonstrant_Innen sollen kriminalisiert und eingeschüchtert werden.
Doch der Plan ging nicht auf: Besagte 10.000 Antifaschist_Innen feierten ihren Erfolg der letzten drei Jahre mit einer großen Antifademo, deren Route ca. 7-8 km lang war. Die Polizeit hielt sich anfangs erfreulicherweise zurück, bis sie auf der Abschlusskundgebung, als eigentlich schon alles gelaufen war, begann, scheinbar willkürlich Demonstrant_Innen rauszuziehen. Es hat sich doch wieder gezeigt, wessen Geistes Kind die Polizei zu sein scheint.

Dresden 2012

In wenigen Wochen ist es wieder soweit: Nazis aus ganz Deutschland und Teilen Europas werden wieder durch die Straßen Dresdens ziehen (wollen). Klingt so wie in den letzten Jahren auch.
Doch dieses Jahr ist es anders. Nachdem der Naziaufmarsch nun schon zwei Mal erfolgreich blockiert werden konnte und die Nazis damit zwei Mal gezwungen waren, vor‘m Bahnhof in der Kälte zu stehen, gibt es Mobilisierungsprobleme. Folglich bauen die Geschichtsrevisionist_Innen darauf, an zwei Tagen nach Dresden zu mobilisieren – am 13. und am 18.2. Dabei ist der 13.2 ein Montag, also ein Wochentag. Vielen Antifaschist_Innen wird es nicht möglich sein, an dem Tag nach Dresden zu kommen. Deshalb werden sich auch viele Nazis denken, dass es sich nur am 13.2 lohnt. Schwierigkeiten in der nazistischen Mobilisierung für den 18.2 bestätigen diese Vermutungen. Doch das bedeutet nicht, dass auf eine Anreise am 18.2 verzichtet werden sollte. Ganz im Gegenteil: Je weniger Nazis nach Dresden kommen, desto einfacher wird es, sie erneut zu blockieren und sie damit wohl auch endgültig Schach-Matt zu setzen.
Mittlerweile gehen Gerüchte um, dass die Demo völlig ausfiele. Die können wir weder bestätigen noch widerlegen. Wir sind uns aber sicher, dass die Reise nach Dresden sich trotzdem lohnt, da es, selbst wenn das Gerücht sich bewahrheitet, dennoch zu Spontandemonstrationen einiger Nazigruppen kommen kann. Außerdem haben wir in jedem Fall etwas zu feiern!
Wir raten Euch also: Achtet auf Ankündigungen des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“ und die Bündnisse, die Eure Anfahrt planen und organisieren.
Wir sehen uns in Dresden!

Let’s do it again!

Dates 2012

Die „Was geht im Moment“ Seite wurde nun aktualisiert. Fortlaufend werden wir für Linke wichtige Termine dort veröffentlichen und versuchen zu einigen der angekündigten Demonstrationen oder Veranstaltungen eine gemeinsame Anreise zu organisieren.
Falls Ihr also einen fetten Termin habt, ’ne Demo organisiert, ‚n Konzert auf die Beine stellt oder spannende Vorträge habt, oder Ihr nach Anreisemöglichkeiten sucht, meldet Euch einfach bei uns!

Same shit – different year.

Nazistrukturen in Bückeburg offenlegen und angreifen
Wir dokumentieren den Aufruf des Bündnisses „Copy And Paste“ zu der antifaschistischen Demonstration am 21.1.2012
Betrachtet man rückblickend das Jahr 2011 erscheint das Thema rechte Gewalt allgegenwärtig gewesen zu sein: Rassistische Morde in Norwegen, das Bekanntwerden der rechten Terrorzelle „NSU“, Ausschreitungen und Straftaten am Rande von unzähligen Naziaufmärschen in der gesamten Bundesrepublik. Auch in Bückeburg begann das vorherige Jahr unter bösen Vorzeichen. Haargenau ab dem Zeitpunkt der Jahreswende stieg das Ausmaß neonazistischer Aktivitäten in der Stadt mit einer bisher nicht gekannten Geschwindigkeit an.

Die Gewalttaten der expandierenden rechten Szene rund um die „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ zogen sich daraufhin wie ein roter Faden durch das gesamte zurückliegende Jahr. Von Drohungen, über Angriffe auf offener Straße bis zu Anschlägen auf Wohnhäuser – die Bückeburger Neonazis ließen in ihrem so genannten „Kampf um die Straßen“ keine Chance ungenutzt.

Die sich hieraus ergebende, bedrohliche Situation wurde lange als bloße Gewalt unter rivalisierenden Jugendlichen verharmlost. Nicht zuletzt Dank der kontinuierlichen Thematisierung dieser Situation durch aktive Antifaschist_innen hat sich dies heute geändert und der rechten Szene wird als ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem entgegengetreten.

In der letzten Jahreshälfte bewiesen Vorträge über rechten Lifestyle und Musik, Präventionsveranstaltungen für Jugendliche und kulturelle Veranstaltungen wie „music for tolerance“, dass sich die Bückeburger_innen aktiv gegen Neonazismus zur Wehr setzen.

Doch verschwunden sind die Neonazis noch längst nicht. Ihre Propaganda bestimmt nach wie vor das Stadtbild und auch unter Jugendlichen erhalten sie noch immer regen Zulauf. Bedrohungen gegen alternative Jugendliche sind Teil ihrer Tagesordnung und auch an den Schulen haben sie nicht aufgehört aktiv zu sein. Nicht zuletzt ihre Versuche als Klassen- und Schüler_innen_sprecher_innen Einfluss zu nehmen ist besorgniserregend.

Dass erfolgreiche antifaschistisches Arbeit ein Prozess ist, der Zeit braucht, war uns bereits zu Beginn des so unselig gestarteten letzten Jahres klar, als wir das Bündnis „Copy & Paste“ ins Leben riefen – einmal gewachsene rechte Strukturen verschwinden nicht von heute auf morgen. Dass es in den vergangenen Wochen jedoch ruhiger um die Bückeburger Neonazis geworden ist, werten allerdings als ersten Erfolg unserer Bemühungen und dem deutlichen Zeichen, das Bückeburg gegen Rechts gesetzt hat.

Mit einem deutlichen Zeichen wird Bückeburg daher auch in das neue Jahr starten. Gemeinsam werden wir den Nazis auch im neuen Jahr kein Gefühl von falscher Ruhe gönnen, sondern weiterhin kontinuierlich und öffentlich gegen rechte Strukturen in und um Bückeburg vorgehen!

Als Auftakt zu einem erfolgreichen neuen Jahr laden wir daher alle ein, sich an unserer Neujahrsdemonstration unter dem Motto „Same Shit, Different Year – Kein Rückzugsraum für Nazis!“ zu beteiligen.

Kampagne Copy & Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg

21. Januar 2012 // 14 Uhr // Bahnhofsvorplatz Bückeburg

Raus zur LL-Demo 2012!

Wir dokumentieren den Aufruf der Linksjugend [’solid] zu der jährlich stattfindenden Demonstration in Gedenken an die Revolutionäre Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die von reaktionären Freikorps und mit Billigung der SPD ermordet wurden!

Über neunzig Jahre nach ihrer Ermordung durch rechte Freikorps gedenken wir am 15. Januar an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Sie stehen stellvertretend für Tausende weitere, die ihren Einsatz für den revolutionären Aufbruch in Deutschland am Ende des Ersten Weltkriegs mit dem Leben bezahlt haben.
Damit stehen Karl und Rosa zugleich für den Kampf von Teilen der ArbeiterInnenbewegung gegen den Ersten Weltkrieg, in deren Tradition wir uns stellen. Rosa Luxemburg forderte Soldaten im Krieg dazu auf, den Befehl bzw. den Kriegsdienst zu verweigern und wurde dafür eingesperrt. Wie es damals richtig war, sich dem Blutvergießen für die Weltmachtsambitionen des deutschen Kaiserreichs zu verweigern, so rufen wir auch heute dazu auf, sich gegen Kriege der Bundesrepublik für weltpolitischen Einfluss, den Zugang zu Ressourcen und die Kontrolle von Handelswegen zu einzusetzen.
Während im Kaiserreich ein großer Teil der Bevölkerung, einschließlich der großen Mehrheit der oppositionellen SPD, den Krieg zunächst begeistert unterstützte, tut sich die Bundeswehr heute schwer, genug junge Menschen für ihre Kriege zu rekrutieren. Dagegen soll die frühzeitige Beeinflussung und Begeisterung schon von Schülerinnen und Schülern im Sinne der deutschen Kriege etwa durch die Jugendoffiziere der Bundeswehr helfen. Wir denken dagegen wie Rosa Luxemburg, “das[s] es ein verbrecherisches Beginnen ist, Kriege zu führen, Leichenhügel zu errichten“, statt für ein weltweites solidarisches Zusammenleben aller Menschen einzutreten. Von dieser Erkenntnis will die Bundeswehr Schülerinnen und Schüler fernhalten – und gegen diesen Versuch wehren wir uns mit der Kampagne “Bundeswehr raus aus den Schulen.”
Wie Karl Liebknecht schon 1915 erklärte: “Der Hauptfeind steht im eigenen Land” – und so wissen wir, dass unsere Freiheit vor allem von den Überwachungsorganen der deutschen Regierung bedroht wird. Wir lassen uns weder in der Eurokrise gegen die EinwohnerInnen Griechenlands noch in einem angeblichen Krieg der Zivilisationen gegen die der arabischen Länder ausspielen. Wir sind eins mit den Menschen, die in Griechenland gegen Sozialkahlschlag protestieren und denen, die in den Revolutionen der arabischen Länder für Freiheit und soziale Gerechtigkeit kämpfen. Wir haben nichts gemeinsam mit den Interessen der Deutschen Bank und nichts mit denen der deutschen Waffenindustrie, die weltweit Diktaturen beliefert.
Mit dem Gedenken an Karl und Rosa wollen wir auch an die fatalen Fehler sozialistischer Bewegungen im letzten Jahrhundert erinnern, die allzu oft ignorierten, was Rosa Luxemburg zu den Entwicklungen der von ihr begrüßten und unterstützten Russischen Revolution schrieb:
„Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der ‘Gerechtigkeit’, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die ‘Freiheit’ zum Privilegium wird.“
Ohne das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit verkam der sozialistische Versuch in der Sowjetunion und später in der DDR zur Diktatur und ging schließlich an seinen eigenen Widersprüchen zugrunde. Das Gedenken an Rosa Luxemburg verträgt sich deshalb nicht mit dem Stalinismus. Ein positiver Bezug auf einen Diktator, unter dessen Regime man nicht zuletzt für den Vorwurf des Luxemburgismus im Gulag landen konnte, hat für uns bei der Ehrung von Karl und Rosa nichts verloren.
Karl und Rosa stehen für die antimilitaristische Tradition der ArbeiterInnenbewegung, für den Kampf gegen Nationalismus, und für einen Sozialismus, der Freiheit bedeutet und nur durch Freiheit bestehen kann. Am 15. Januar gedenken wir ihrer Ermordung, doch im ganzen Jahr führen wir ihre Traditionen mit unserer politischen Arbeit fort.

Heraus zur LL-Demo! Sonntag| 15.1.2012|10 Uhr|Berlin
Für Anreiseinfos bitte bei uns melden!