Archiv für März 2012

„Keine Räume für Rassisten, Ludendorffer auflösen!“

Seit etwa 35 Jahren tagt der „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorffer) e.V.“ in Dorfmark (Bad Fallingbostel) über Ostern. Mit Volkstanz und Vorträgen wird Kindern bis SeniorInnen Rassismus gelehrt. Bekannte Nazis sind immer wieder dabei. Mathilde Ludendorff, selbsternannte Philosophin und Frau des Hitler-Putsch- Gefährten von 1923, General Erich Ludendorff, teilt in ihrer Lehre die Menschen in „Licht- und Schacht rassen“. Die nordischen „Lichtrassen“ seien dem Göttlichen nahe, die „Schachtrassen“ aber unvollkommen und sündhaft. Die einen seien von Natur aus zum Herrschen,die anderen zum Dienen geschaffen. „Blutsmischung“ führe zum „Volkstod“. Deutsche Kinder würden durch eine „verjudete christliche Erziehung“ geschädigt.

Die einen tagen, die anderen morden

Bei der NPD wird unter dem Schlagwort „Volk“ die Sichtweise von Ludendorff aufgegriffen. Aus dieser rassistischen Ideologie heraus wurde auch in den letzten Jahren gemordet. Ostern 2010 wurden Journalisten von Ludendorffern tätlich angegriffen weil sie auf der Straße den prominenten Altnazis Hajo Herrmann fotografi eren wollten. Der Weltanschauungsbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Hannover, Pastor Jürgen Schnare, nennt die völkischen, antisemitischen und antichristlichen Ludendorffer „eine Gefahr für die Demokratie“.
Der Protest am Karfreitag 2011 wurde durch Straßensperrung und viel Polizei eingeengt. Der Staatsschutz hatte hunderte „gewaltbereite“ Nazigegner angekündigt – was erwiesenermaßen nicht stimmte. Wir protestieren wieder gegen die Rassisten-Tagung.
Nie wieder weggucken – Rassisten nicht verharmlosen

Karfreitag 6.4.12|13.00 Uhr|Protest vorm Deutschen Haus

Pinker Panzer

In der Nacht zum Frei­tag wurde dem Pan­zer, der in Muns­ter vor dem vor allem bei Kriegs­freun­dIn­nen und Nazis be­lieb­ten Deut­schen Pan­zer­mu­se­ums steht, ein neuer ro­sa­far­be­ner An­strich ver­passt. Zudem wurde das Haupt­ge­bäu­de mit Farb­beu­teln ver­ziert [Quel­le]. Was das Mu­se­um unter einer »kri­ti­schen und mo­der­nen Aus­ein­an­der­set­zung« mit der deut­schen Mi­li­tär­ge­schich­te ver­steht, zeigt der wis­sen­schaft­li­che Lei­ter des Mu­se­um in einem Pro­mo­ti­on­vi­deo. Kri­ti­scher kann mensch nun wirk­lich nicht sein…
Das Deut­sche Pan­zer­mu­se­um Muns­ter (DPM) ist üb­ri­gens eine ge­mein­sa­me Ein­rich­tung des Aus­bil­dungs­zen­trums Muns­ter der Bun­des­wehr und der Stadt Muns­ter. Die nie­der­säch­si­sche Stadt ent­wi­ckel­te sich ab 1990 zur größ­ten Gar­ni­son der Bun­des­wehr. Unter an­de­rem sind hier große Teile der 1. Pan­zer­di­vi­si­on sta­tio­niert, deren Stab nach den ak­tu­el­len Plä­nen des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums im Jahr 2014 von Han­no­ver nach Ol­den­burg ver­legt wer­den soll.

abgeschrieben von regentied.blogsport.de

Internationales Jugendworkcamp Bergen-Belsen – Jetzt anmelden!

Wir dokumentieren:
[Internationales Jugendworkcamp] mit Jugendlichen aus 9 Ländern. Wir pflegen bauliche Reste, gestalten den Erinnerungsweg zu den ehemaligen Lagern, sprechen mit Überlebenden der Nazi-Verfolgung, mit heute von Asylpolitik Betroffenen und mit Neonazi-Gegner_innen. Wir arbeiten im Archiv, mit Werkzeug und Kamera und machen Musik. Die Umgebung von Bergen-Belsen mit dem größten, von den Nazis angelegten, Truppenübungsplatz und Nazis heute werden ebenso Thema sein wie die Geschichte von Bergen-Belsen. Du kannst in der Atmosphäre des alternativen „Bunten Hauses Celle“ mit Flüchtlingen über ihre Erfahrungen sprechen und Transparente malen.
Wenn du mindestens 15 – 26 Jahre alt bist, kannst du dich allein oder mit mehreren zum Workcamp anmelden. Das Internationale Jugendworkcamp ist ein gemeinsames Angebot christlicher und gewerkschaftlicher Jugendverbände.

Termin: 26.3. – 5. April 2012
Ort: Anne Frank Haus Oldau, Gedenkstätte Bergen Belsen, Buntes Haus Celle
Teilnahmebetrag: 90,- €
Infos und Anmeldung bei: DGB-Jugend Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt