Archiv für Februar 2011

Verfassungsschutz referiert an unserer Schule

Noch bis zum 24.2 wird der Verfassungsschutz mit seiner Wanderausstellung gegen Extremismus am Gymnasium Soltau zu Gast sein. Diese Ausstellung, finanziert vom niedersächsischen Innenministerium, wendet sich gegen Rechts-, aber auch gegen Linksextremismus.
Die Basisgruppe Soltau der Linksjugend [’solid] hat dazu einen Flyer entworfen, der in der entsprechenden Schule verteilt wird und die Schüler_Innen zu kritischen Fragen anreizen soll oder zumindest aber die vom Verfassungsschutz betriebene Gleichsetzung von „links“ und „rechts“ hinterfragen.
Zum Flyer
Bildet Euch, bildet andere, bildet Banden!

Sie kamen nicht durch

Dresden, 2011. Es ist geschafft: Erneut konnten Antifaschist_Innen aus dem ganzen Bundesgebiet und aus den umliegenden Ländern den prestigeträchtigen Aufmarsch einiger tausend Nazis verhindern und somit erneut einen Erfolg für die eigene linke Bewegung feiern. Dabei waren die rund 20.000 Demonstranten einer krassen Polizeigewalt und einer enormen Repression ausgesetzt. Während die Staatsmacht nicht mit Knüppeln, Pfefferspray, Wasserwerfern und Tränengas geizte, wurden in den Medien wie so oft vermeintliche „Linksextremisten“ als die wahren Übeltäter ausfindig gemacht. Ihre sinnlose Gewalt würde den friedlichen Charakter der anderen Protestler_Innen stören. Gleichzeitig solle sich das Bündnis „Dresden Nazifrei!“ klar von diesen distanzieren. Wir möchten jedoch allen Menschen nahelegen, sich davon nicht blenden zu lassen! Linke haben am eigenen Körper erfahren, wie sehr die Staatsmacht daran interessiert ist, alte und neue Nazis durch die Stadt laufen zu lassen und antifaschistischen Protest zu kriminalisieren. Passend zu dieser antidemokratischen Grundeinstellung der agierenden Akteuere in Politik und Justiz war auch der Überfall des LKAs auf das Pressebüro des Bündnisses.
Für weitere, umfassendere Zusammenfassungen der antifaschistischen Proteste empfehlen wir Indymedia, No Pasaran! und natürlich die Linksjugend [’solid]

Egal ob erlaubter Aufmarsch oder nicht – No pasaran!

So, morgen ist es soweit: Ein weiteres Mal wollen tausende Nazis durch die Straßen Dresdens ziehen und gegen ominöse alliierte Kriegsverbrechen protestieren und Deutschland als Opfer des Krieges darstellen. Auch wenn dieser Opfermythos weit verbreitet ist in Dresden, werden wir das nicht zulassen!
Nun ist die Rechtslage kompliziert: Zuerst war den Faschist_Innen nur eine stationäre Kundgebung erlaubt, nun scheinen sie doch laufen zu dürfen. Und sogar drei Möglichkeiten sollen sie haben!
Aber das ist uns egal. Fest steht: Sie werden keinen Meter laufen! Mit verschiedensten Blockadeaktionen rufen hunderte linke und linksradikale Gruppierungen dazu auf, die Rechtsradikalen aufzuhalten. Erst letztes Jahr gelang uns genau das und wir werden es wiederholen! 260 Busse sind angemeldet, das wären schon 13.000 Blockierer_Innen! Die Nazis haben keine Chance!
Nazis blockieren ist unser Recht! No pasaran!
Und für alle die, die zu Hause bleiben müssen:
WAP-Ticker
Twitter

Aktionskarte für Dresden!

So, für alle, die am Samstag nach Dresden fahren, um den Faschist_Innen ihren Raum zu nehmen, sind nun von der Linksjugend [’solid] Aktionskarten veröffentlicht wurden, die entweder selber gedruckt werden können oder an den Infopunkten abgeholt werden können!
Auf ein gutes Gelingen, wir sehen uns Samstag!
Dresden: Altstadt-Südvorstadt
Dresden: Neustadt

Letzte Chance für Dresden

Am 19.2 ist es wieder soweit: Faschist_Innen aus ganz Europa versuchen erneut in Dresden die Geschichte zu verdrehen und sich selbst als Opfer des „alliierten Bombenholocausts“ zu präsentieren. Dass das völliger Schwachsinn ist, dass der deutsche Faschismus den Vernichtungskrieg geführt hat und unter Hitler mehr als sechs Millionen Jüdinnen und Juden den Tod in Konzentrationslagern fanden – all das bleibt absichtlich unerwähnt.
Nun gelang es Antifaschist_Innen bereits 2010 erstmalig das Nazigroßevent zu verhindern. Über 5.000 Faschist_Innen harrten mehrere Stunden in eisiger Kälte vor dem Dresdener Bahnhof aus, weil mehr als 10.000 Linke die Straßen blockierten. Diese Freude wollen wir den alten und neuen Nazis erneut bieten! Aus diesem Grund rufen hunderte Gruppen dazu auf, am 19. Februar nach Dresden zu reisen und sich gegen den vom Staat propagierten Extremismusvorwurf zu wehren. Neonazis zu blockieren ist und bleibt ein legitimes Mittel! Sie zu ignorieren ist extrem!
Auch einige ’solids werden sich aus Soltau auf den Weg nach Dresden machen, dafür nutzen wir die Busse aus Hannover, die morgens in aller Frühe losfahren werden. Denjenigen, die noch nicht genau wissen, wie sie dahin kommen sollen, können wir nur wärmstens empfehlen, sich schnellstmöglich bei uns zu melden oder aber direkt bei Dresden Nazifrei! nach Bussen aus der eigenen Region zu suchen!
Wir lassen antifaschistischen Protest nicht kriminalisieren!